Viele Kanzleien. Ein starkes Netzwerk.
Aktuelles
Neues aus Markt und Netzwerk
 

Neue Düsseldorfer Tabelle zum 01.01.2021 Höhere Unterhaltssätze für Kinder

Zum 01.01.2021 ändert sich erneut die Düsseldorfer Tabelle. Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat diese auf seiner Internetpräsenz bereits veröffentlicht. Sie sieht für unterhaltsberechtigte Kinder höhere Bedarfssätze vor. Der Mindestbedarf für minderjährige Kinder steigt

  • für Kinder bis einschließlich 5 Jahren von 369,00 € auf 393,00 €
  • für Kinder von 6 bis 11 Jahren von bisher 424,00 € auf 451,00 €
  • für Kinder von 12 bis 17 Jahren von 497,00 € auf 528,00 €.

Der Mindestbedarf für volljährige Kinder steigt ebenfalls von derzeit 530,00 € auf sodann 564,00 €.

Der Bedarf der höheren Einkommensgruppen leitet sich von diesem Mindestunterhalt ab und steigt demgemäß ebenfalls prozentual.

Der Bedarf für außer Haus wohnende volljährige Kinder, die noch unterhaltsberechtigt sind, ändert sich nicht, er liegt weiterhin bei 860,00 € pauschal, worin 375,00 € Warmmietkosten enthalten sind.

Das Kindergeld erhöht sich ebenfalls zum 01.01.2021. Es ist auf den Bedarf des unterhaltsberechtigten Kindes anzurechnen, bei minderjährigen Kindern hälftig und bei volljährigen Kindern in vollem Umfang.

Liegt ein Unterhaltstitel, z.B. eine Jugendamtsurkunde oder ein gerichtlicher Beschluss über einen dynamisierten Unterhalt vor, ist die monatliche Zahlung entsprechend der neuen Tabellensätze anzupassen.

Diesen Beitrag teilen

Alle Fachbeiträge zeigen

Internationales Steuerrecht
01.06.2026

Mehrwertsteuer bei der Einfuhr von Waren über einen anderen EU-Mitgliedstaat – wo entsteht die Steuerpflicht

Wie wird die Mehrwertsteuer bei der Einfuhr von Waren aus Drittländern über einen anderen EU-Mitgliedstaat als den Ort des tatsächlichen Verbrauchs angewendet und welche Pflichten haben der Importeur und der Endabnehmer? Entscheidend für Mehrwertsteuerzwecke ist nicht das Land des Eintritts, sondern der Ort des tatsächlichen Verbrauchs.

Beitrag lesen
Mietrecht
01.06.2026

Kaution nicht ordnungsgemäß abgerechnet

Mit einem praxisrelevanten Beschluss hat das Amtsgericht Leipzig die Anforderungen an eine ordnungsgemäße Kautionsabrechnung präzisiert und zugleich klargestellt, dass eine unvollständige Abrechnung im Wege der Zwangsvollstreckung nach § 888 ZPO durchgesetzt werden kann. Besonders bemerkenswert ist die vom Gericht hervorgehobene Pflicht des Vermieters, im Rahmen der Abrechnung auch Angaben zu etwaigen Zinserträgen – oder ausdrücklich deren Ausbleiben – offenzulegen. Das Landgericht Leipzig hat diese Auffassung im Beschwerdeverfahren bestätigt.

Beitrag lesen
KI-Computer-AI-Internet-IT
Wettbewerbsrecht, IT-Recht
01.06.2026

KI-Chatbot generiert falsche Angaben: Wer haftet?

Mit einer bislang richtungsweisenden Entscheidung hat das Oberlandesgericht Hamm die haftungsrechtliche Verantwortung für KI-generierte Falschangaben im geschäftlichen Verkehr geschärft. Das Gericht stellte klar: Wer auf seiner Website einen KI-Chatbot einsetzt, haftet grundsätzlich auch für dessen irreführende Aussagen – selbst dann, wenn das System nach Angaben des Betreibers mit zutreffenden Informationen trainiert wurde. Die Entscheidung betrifft die von den als „Dr. Rick“ und „Dr. Nick“ auftretenden Medizinern betriebene Aesthetify GmbH und wirft grundlegende Fragen zur wettbewerbsrechtlichen Zurechnung autonom generierter KI-Inhalte auf.

Beitrag lesen