Viele Kanzleien. Ein starkes Netzwerk.
Aktuelles
Neues aus Markt und Netzwerk
 

Mietrecht Mietzinsminderung bei bereits zu Mietbeginn vorhandenen Mängeln

Der OGH hat in einer jüngeren Entscheidung (27.05.2021, 4 Ob 18/21g; www.ris.bka.gv.at ) zu der Frage, ob eine Mietzinsminderung aufgrund von zum Zeitpunkt der Anmietung des Bestandobjektes bereits bekannten Mängeln möglich ist, Stellung genommen.

Demnach kann eine Mietzinsminderung nicht nur wegen nach Übergabe auftretender Mängel, sondern auch wegen Mängeln bei der Übergabe bereits vorhandener Mängel vorgenommen werden. Dies gilt aber dann nicht, wenn dem Mieter die Mängel bei Vertragsabschluss bekannt waren und er den Vertrag dennoch ohne Vorbehalt abgeschlossen hat. Ist den Parteien zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses bekannt, dass das Mietobjekt teilweise unbrauchbar ist und schließt der Mieter den Mietvertrag dennoch ohne Vorbehalte ab, wird dieser Zustand zum Vertragsinhalt. Die Leistung des Vermieters ist damit vertragskonform. Die Rechtsprechung des OGH sieht hier einen Verzicht des Mieters auf Mietzinsminderung. Diese Rechtsprechung des OGH geht konform mit dem ursprünglichen Gewährleistungsgedanken. Auf einen schon bekannten Mangel kann man sich als vertragstreue Partei nachträglich nicht mehr berufen.

Beitrag veröffentlicht am
16. November 2021

Diesen Beitrag teilen

Alle Fachbeiträge zeigen

Arbeitsrecht
04.05.2026

Umsatzbeteiligung: Fortzahlungspflicht auch bei Krankheit, Urlaub und an Feiertagen!

Eine vertraglich vereinbarte Umsatzbeteiligung ist Bestandteil des regelmäßigen Arbeitsentgelts und mithin auch im Falle von Urlaub, Krankheit und an Feiertagen fortzuzahlen, so das Arbeitsgericht Ludwigshafen (Urteil vom 04.03.2025, Az. 8 Ca 1681/23).

Beitrag lesen
Steuerrecht
04.05.2026

Generalverdacht für Geschäftsführer: Fahrtenbuch wird Pflicht

Viele GmbH-Geschäftsführer nutzen Firmenwagen im Alltag. Steuerlich kann das jedoch schnell kompliziert werden – vor allem, wenn nicht klar dokumentiert ist, welche Fahrten privat oder geschäftlich erfolgen. In diesem Artikel greifen wir auf, wie das aktuelle BFH-Urteil die Anforderungen an die Nutzung von Firmenwagen verschärft und welche steuerlichen Aspekte Geschäftsführer dabei beachten sollten.

Beitrag lesen
Vertragsrecht
30.04.2026

Das neue Recht auf Reparatur – Was Unternehmer wissen müssen

Mit dem „Recht auf Reparatur" steht die deutsche Wirtschaft vor einer bedeutenden regulatorischen Zäsur. Aufbauend auf der EU-Richtlinie 2024/1799 und dem aktuellen Referentenentwurf des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) ergeben sich Neuerungen für das bürgerliche Recht, die Hersteller, Händler und Reparaturbetriebe betreffen.

Beitrag lesen