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Welche Erbschaftssteuern kommen auf mich als Erben zu?

Jede Schenkung und jedes Erbe unterliegt grundsätzlich der Erbschafts- bzw. Schenkungssteuerpflicht. Doch nicht jeder Beschenkte oder Erbe muss diese Steuern zahlen. Es gibt Freibeträge von denen der Betroffene profitieren kann, mit der Folge, dass er von der Steuerpflicht befreit ist. Diese Freibeträge variieren je nach Verwandtschaftsgrad.

  • Ehepartner und eingetragene Lebenspartner haben mit 500.000 Euro den Höchstfreibetrag.
  • Für die Kinder des Erblassers gilt ein Freibetrag von 400.000 Euro und soweit diese Kinder vor dem Erblasser gestorben sind, gilt für deren Kinder, also den Enkel des Erblassers, der gleiche Freibetrag.
  • Sind die Kinder des Erblassers dagegen am Leben und hat der Erblasser einen Enkel als Erben benannt, so profitiert dieser mit einem Freibetrag von 200.000 Euro.
  • Wurden dagegen die Eltern oder die Uhrenkelkinder zum Erben, erhalten diese einen Freibetrag von 100.000 Euro.
  • Alle übrigen Erben ohne näheren Verwandtschaftsgrad haben lediglich einem Freibetrag von 20.000 Euro.

Tritt der Fall ein, dass eine Erbschaft oder eine Schenkung über den Freibetrag hinaus geht, so hat der Betroffene diese Summe nach der zugewiesenen Steuerklasse zu versteuern.

  • Von der günstigsten Steuerklasse I profitieren zum Beispiel die Ehegatten und Lebenspartner, Kinder, Stiefkinder und weitere enge Verwandte.
  • Steuerklasse II umfasst unter anderem die Geschwister und deren Abkömmlinge ersten Grades, Stiefeltern, Schwiegerkinder, Schwiegereltern, geschiedene Ehegatten und der Lebenspartner einer aufgehobenen Lebenspartnerschaft.
  • Alle übrigen Erwerber fallen in die ungünstigste Steuerklasse, nämlich die Steuerklasse III.

Um die Steuerbelastung möglichst gering zu halten und einen erfolgreichen Vermögensübergang zu gewährleisten, ist es entscheidend, frühzeitig mit der Nachlassplanung zu beginnen.

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Autos stehen im Stau
Schadensersatzrecht
30.06.2026

Zweitunfall lässt ersten Schadensersatzanspruch unberührt

Wird ein Fahrzeug nach einer ersten Beschädigung vor der Reparatur erneut beschädigt, bleibt der Schadensersatzanspruch aus dem ersten Schadensereignis bei einer fiktiven Abrechnung grundsätzlich unverändert. Das spätere Schicksal der beschädigten Sache ist für die Höhe des bereits entstandenen Ersatzanspruchs grundsätzlich ohne Bedeutung.

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Baurecht, Bauvertragsrecht, Architektenrecht, Bau- und Architektenrecht
30.06.2026

Bauüberwachung umfasst auch die Prüfung fremder Ausführungspläne

Übernimmt ein Architekt ausschließlich die Objektüberwachung (Leistungsphase 8 HOAI), beschränkt sich seine Verantwortung nicht auf die Kontrolle der Bauausführung. Wird nach den Ausführungsplänen eines anderen Architekten gebaut, muss der Objektüberwacher diese grundsätzlich auf offensichtliche Mängel überprüfen. Unterbleibt dies und wird ein Planungsfehler umgesetzt, haftet der Bauüberwacher neben dem planenden Architekten für den entstandenen Schaden.

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Verwaltungsrecht
30.06.2026

Reise scheitert wegen behördlichen Fehlers: Kommune haftet auf Schadensersatz

Versäumt eine Passbehörde nach dem Wiederauffinden eines zuvor als verloren gemeldeten Reisepasses die Löschung der Fahndungsausschreibung zu veranlassen und scheitert deshalb eine Auslandsreise, haftet die zuständige Kommune im Wege der Amtshaftung auch für den bereits gezahlten Reisepreis. Bürger dürfen darauf vertrauen, dass ein gültiger deutscher Reisepass seine Funktion als international anerkanntes Reisedokument erfüllt.

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