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Welche Erbschaftssteuern kommen auf mich als Erben zu?

Jede Schenkung und jedes Erbe unterliegt grundsätzlich der Erbschafts- bzw. Schenkungssteuerpflicht. Doch nicht jeder Beschenkte oder Erbe muss diese Steuern zahlen. Es gibt Freibeträge von denen der Betroffene profitieren kann, mit der Folge, dass er von der Steuerpflicht befreit ist. Diese Freibeträge variieren je nach Verwandtschaftsgrad.

  • Ehepartner und eingetragene Lebenspartner haben mit 500.000 Euro den Höchstfreibetrag.
  • Für die Kinder des Erblassers gilt ein Freibetrag von 400.000 Euro und soweit diese Kinder vor dem Erblasser gestorben sind, gilt für deren Kinder, also den Enkel des Erblassers, der gleiche Freibetrag.
  • Sind die Kinder des Erblassers dagegen am Leben und hat der Erblasser einen Enkel als Erben benannt, so profitiert dieser mit einem Freibetrag von 200.000 Euro.
  • Wurden dagegen die Eltern oder die Uhrenkelkinder zum Erben, erhalten diese einen Freibetrag von 100.000 Euro.
  • Alle übrigen Erben ohne näheren Verwandtschaftsgrad haben lediglich einem Freibetrag von 20.000 Euro.

Tritt der Fall ein, dass eine Erbschaft oder eine Schenkung über den Freibetrag hinaus geht, so hat der Betroffene diese Summe nach der zugewiesenen Steuerklasse zu versteuern.

  • Von der günstigsten Steuerklasse I profitieren zum Beispiel die Ehegatten und Lebenspartner, Kinder, Stiefkinder und weitere enge Verwandte.
  • Steuerklasse II umfasst unter anderem die Geschwister und deren Abkömmlinge ersten Grades, Stiefeltern, Schwiegerkinder, Schwiegereltern, geschiedene Ehegatten und der Lebenspartner einer aufgehobenen Lebenspartnerschaft.
  • Alle übrigen Erwerber fallen in die ungünstigste Steuerklasse, nämlich die Steuerklasse III.

Um die Steuerbelastung möglichst gering zu halten und einen erfolgreichen Vermögensübergang zu gewährleisten, ist es entscheidend, frühzeitig mit der Nachlassplanung zu beginnen.

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Internationales Recht
17.09.2026

Eine Zweigniederlassung eines ausländischen Unternehmens aus der EU in Polen und die Frage ihrer Steueridentifikationsnummer (NIP)

Allgemein wird verstanden, dass eine Zweigniederlassung eine Einheit im Gastland ist, deren Identität nicht von der ihres Unternehmens getrennt ist – sie ist lediglich ein Arm oder eine Erweiterung des Unternehmens, vollständig im Besitz und unter Kontrolle der Muttergesellschaft. Die Zweigniederlassung kann dieselben Dienstleistungen erbringen und dieselben Produkte herstellen wie das Unternehmen im Heimatland. Schließt eine Zweigniederlassung einen Vertrag ab, gilt dieser als mit dem Unternehmen abgeschlossen. Die Zweigniederlassung kann somit als die Präsenz des Unternehmens im Ausland angesehen werden.

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Internationales Recht
17.09.2026

Wahl der Unternehmensbewertungsmethode in Gerichtsverfahren zur Aufteilung des Gesamtguts (PL)

Bei der Unternehmensbewertung im Rahmen der Aufteilung des Gesamtguts (bei Eheleuten) erfolgt die Bewertung zu einem konkreten Stichtag. Hierbei handelt es sich meist um den Zeitpunkt der Vereinbarung der Gütertrennung oder um den Zeitpunkt der Auflösung der Ehe. Im Falle des Ausscheidens eines Gesellschafters aus einer Gesellschaft gemäß Art. 65 § 1 des polnischen Handelsgesellschaftsgesetzbuches (KSH) – wonach der Wert des Kapitalanteils des Gesellschafters auf der Grundlage einer gesonderten Bilanz unter Berücksichtigung des Veräußerungswerts des Gesellschaftsvermögens zu ermitteln ist – gilt gemäß § 2 als Bilanzstichtag: bei einer Kündigung der letzte Tag des Geschäftsjahres, in dem die Kündigungsfrist abgelaufen ist; im Falle des Todes oder der Insolvenzeröffnung der Tag des Todes bzw. der Tag der Insolvenzeröffnung; und im Falle des Ausschlusses aufgrund eines rechtskräftigen Gerichtsurteils der Tag der Klageerhebung. Die genannten Zeitpunkte sind für die Bestimmung des Unternehmenszustands maßgeblich, wobei der Unternehmenswert auf der Grundlage dieses Zustands ermittelt wird.

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Internationales Recht
17.09.2026

Schwächen des Humankapitals – riskantes Finanzverhalten und dessen soziale Auswirkungen

Risikobereitschaft und das Streben nach Wohlstand gehören zu den stärksten Triebfedern menschlichen Handelns. Menschen gehen aus verschiedenen wesentlichen Gründen Risiken ein – seien es psychologische, soziale oder sogar evolutionäre Motive (aus evolutionärer Sicht erhöhte die Anhäufung von Ressourcen die Chancen auf Überleben und Genweitergabe). Heute treten materielle Mittel an die Stelle dieser Ressourcen, doch das Bedürfnis, sie anzuhäufen und zu vermehren, ist unverändert geblieben.

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