Viele Kanzleien. Ein starkes Netzwerk.
Aktuelles
Neues aus Markt und Netzwerk
 

Verwaltungsrecht Österreich Vignette: Vor jeder Fahrt überprüfen!

Das wiederholte Befahren der Autobahn ohne gültige Vignette kann teuer werden. Nach der Entscheidung des VwGH vom 23.3.2022, Ra 2020/06/0156 (vgl www.ris.bka.gv.at/Vwgh ), stellt jede Fahrt auf der Autobahn ohne ord­nungsgemäße Entrichtung der zeitabhängigen Maut eine eigene Verwaltungsübertretung dar. Mehrere Übertretun­gen können auch bei zeitlichem Zusammenhang nicht als eine Einheit und damit als ein fortgesetztes Delikt ange­sehen werden.

Das begründete der VwGH damit, dass sich aus der Maut­ordnung eine Verpflichtung des Autofahrers ergibt, sich vor jeder Benützung einer Mautstraße über die ordnungs­gemäße Entrichtung der zeitabhängigen Maut für den maßgeblichen Zeitraum zu vergewissern. Dies gilt sowohl für die digitale als auch die geklebte Vignette.

Daher kann für jede einzelne Fahrt auf der Autobahn ohne gültige Vignette eine Strafe verhängt werden. Es ist daher ratsam, regelmäßig die Gültigkeit der Vignette zu überprüfen. Bei der digitalen Vignette ist dies durch Abfrage des Kennzeichens des Fahrzeuges in der Vignet­tenevidenz möglich.

Alle Fachbeiträge zeigen

nachbar-haus-wohnung
Wohnungseigentumsrecht
12.01.2026

Instandhaltungskosten in der WEG: Mehrheit darf Minderheit nicht benachteiligen

Die Neuregelung der Kostenverteilung innerhalb einer Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) ist ein wichtiges Instrument, um strukturelle Veränderungen oder veränderte Nutzungsrealitäten bei Instandhaltungsmaßnahmen Rechnung zu tragen. Das Landgericht München I hat mit seinem Urteil vom 9. Januar 2025 (36 S 10132/23 WEG) erneut bekräftigt, dass ein abweichender Beschluss über die Verteilung von Sanierungskosten zwar grundsätzlich möglich ist, dieser aber an klare sachliche Kriterien gebunden ist. Eine bloß willkürliche oder einseitige Belastung einzelner Eigentümergruppen hält das Gericht nicht für zulässig.

Beitrag lesen
Erbrecht
12.01.2026

Erben müssen genau bestimmt sein

Testamente sollen den letzten Willen eindeutig festhalten und rechtssicher umsetzen. In der Praxis scheitert dies jedoch häufig an unklaren oder zu vagen Formulierungen. Der Beschluss des Oberlandesgericht Karlsruhe vom 10. Juli 2025 (Az. 14 W 36/24 (Wx)) zeigt exemplarisch, dass gut gemeinte, aber unbestimmte Anordnungen zur Erbfolge unwirksam sein können – mit der Folge, dass der Wille des Erblassers letztlich nicht umgesetzt wird.

Beitrag lesen
Auto-winter-schnee-verkehr
Allgemeines Zivilrecht, Schadensersatzrecht, Deliktsrecht, Haftungsrecht
12.01.2026

Auf einem Firmenparkplatz ausgerutscht – keine Haftung für einzelne Eisstellen

Nach einer aktuellen Entscheidung des Amtsgerichts München vom 25. Februar 2025 (Az. 173 C 24363/24) ist ein Unternehmen grundsätzlich nicht für einzelne glatte oder vereiste Stellen auf einem Firmenparkplatz im Winter haftbar, soweit keine allgemeine Glättebildung vorliegt und keine Verletzung der Verkehrssicherungspflicht nachgewiesen werden kann.

Beitrag lesen